Nach Mundingers Tod 1965 übernahm der Galerist Müller in Remscheid – inzwischen auch verstorben – etwa 200 Aquarelle. Nach dessen Recherchen hat es Ausstellungen von Mundinger Aquarellen 1949 im September in Dresden anläßlich der 2. Deutschen Kunstausstellung gegeben sowie in Düsseldorf in der Kunsthalle 1951. Weitere Ausstellungen fanden in den 50er Jahren in Hagen/Westf. und der Sezession in Münster statt. Ein frühes Ölgemälde von 1926 befindet sich auch im Depot des LWL Museums in Münster. Im Februar 1974 fand in der Galerie Georg Müller in Zusammenarbeit mit der Firma Vogel eine große Mundinger Ausstellung statt. Eine weitere Ausstellung von Mundinger Aquarellen führte der Galerist im Oktober 1995 anläßlich des 30. Todestages durch.
Friedrich Wilhelm Mundinger ist vor allem durch seine Landschaftsbilder bekannt. Dass er seinen Malstil ab ca. 1948 völlig veränderte, abstrakter wurde und heute sicherlich auch zu den Expressionisten gezählt werden sollte, ist eher unbekannt. Für einen Aquarellmaler eher ungewöhnlich sind seine großen Formate (bis 70 x 100 cm). Davon gibt es noch etwa 40 hervorragend erhaltene Exemplare aus den Jahren 1947 bis 1960.